Blindengeld und Blindenhilfe

Das Wichtigste im Überblick


Die nachfolgenden Ausführungen gelten für alle, die ihren Wohnort oder gewöhnlichen Aufenthalt im Landkreis Erzgebirge haben.

 

1. Blindengeld nach dem Sächsischen Landesblindengeldgesetz:

Voraussetzungen:

a) Der Antragsteller ist blind (Merkzeichen „Bl“ im Schwerbehindertenausweis, was     gleichzeitig beantragt werden kann).

b) Vollendung des ersten Lebensjahres

c) Antrag beim

Landratsamt des Erzgebirgskreises, Dienstgebäude Stollberg
Uhlmannstraße 1-3
09366 Stollberg
Tel.: 037296 59-1253

Höhe:

In Sachsen monatlich
ab vollendetem 14. Lebensjahr: 350,00 €,
bis zum vollendeten 14. Lebensjahr: 262,50 €,
Heimbewohner ab vollendetem 14. Lebensjahr: Kürzung bis auf 175,00 € und
Heimbewohner bis vollendetem 14. Lebensjahr: Kürzung bis auf 132,00 €.

Geld- und Sachleistungen der Pflegeversicherung bei häuslicher Pflege werden jedoch angerechnet.

Bei einem zuerkannten Pflegegrad 2-5 wird das Blindengeld gekürzt. Bei Pflegegrad 1 erfolgt keine Kürzung.

2. Nachteilsausgleich für Sehbehinderte nach dem Sächsischen Landesblindengeldgesetz:

Voraussetzungen:

a) Der Antragsteller ist hochgradig sehbehindert (Visus maximal 1/20).

b) Vollendung des ersten Lebensjahres

c) Antrag beim

Landratsamt des Erzgebirgskreises, Dienstgebäude Stollberg
Uhlmannstraße 1-3
09366 Stollberg
Tel.: 037296 59-1253


Höhe:

In Sachsen monatlich
ab vollendetem 1. Lebensjahr: 52,00 €.
Bei Bezug von Leistungen aus der Pflegeversicherung erfolgt keine Kürzung.


Der Nachteilsausgleich wird einkommens- und vermögensunabhängig gezahlt.
Er zählt grundsätzlich nicht zum Einkommen.



3. Blindenhilfe nach §§ 72 ff SGB XII:

Voraussetzungen:

a) Der Antragsteller ist blind (Merkzeichen „Bl“ im Schwerbehindertenausweis, was gleichzeitig beantragt werden kann).

b) Vollendung des ersten Lebensjahres

c) Antrag beim

Landratsamt Erzgebirgskreis, Dienstgebäude Stollberg
Uhlmann-Str. 1-3
09366 Stollberg
Tel.: 037296/590.

d) Die Einkommens- und Vermögensgrenzen werden nicht überschritten.

Höhe monatlich:
Ab vollendetem 18. Lebensjahr: 629,99 €.
Bis zum vollendeten 18. Lebensjahr: 315,54 €.

Zu beachten ist, dass das jeweilige Blindengeld auf die Blindenhilfe anzurechnen, also von dieser abzuziehen ist.

Erhalten Blinde bei häuslicher Pflege Leistungen der Pflegeversicherung (Pflegesachleistung, Pflegegeld, Pflegeversicherung, Pflegehilfsmittel), sind diese Leistungen bis zu 70 % auf die Blindenhilfe anzurechnen

Pflegestufe I: 70 % des Pflegegelds der Pflegestufe 1.

Pflegestufe II und III: 50 % des Pflegegelds der Pflegestufe 2, maximal 50 % des o.g. Blindenhilfe-Betrages.

Diese Anrechnung gilt gleichermaßen bei Leistungen aus einer privaten Pflegeversicherung und nach beamtenrechtlichen Vorschriften.


Bitte beachten Sie, dass sich diese Ausführungen auf die wichtigsten Grundsätze beschränken. Bei konkreten Einzelfragen können Sie sich gern an uns wenden.