Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Informationen, die wir unter anderem über
BBSB-Inform, BSVS-Kompakt oder DBSV-direkt beziehen.



- Großschrift-Software Magic wird nicht mehr aktualisiert
Nachrichten mit Emojis leichter gestalten

Bluetooth-Lautsprecher
Feelware Audio jetzt erhältlich
Studie: Jugendliche mit chronischen Krankheiten in der Schule
DB: Mit der Bahn sprechen: Ab April einfacher und günstiger
- Fit durch Bewegung

Informationen zur Corona-Schutzimpfung

- DIGITRADIO 3 Voice das erste Digitalradio mit internetunabhängiger

Sprachsteuerung

Testbericht zum Digitradio 3 Voice erschienen

Reisen mit anders-sehn in 2021
App und Aufzug helfen blinden Menschen

Das Alexa-Basis-Handbuch der TIBS e. V. ist aktualisiert

- Kostensteigerung bei der Wertmarke ab 2021

- Bundesregierung entlastet Menschen mit Behinderung - Behinderten-Pauschbetrag wird verdoppelt!
REHADAT-Wissensreihe: Ich sehe das einfach anders – Berufliche Teilhabe

Bundesrat gibt grünes Licht für E-Scooter - aber... 
Barrierefreie Geldautomaten bei der Erzgebirgssparkasse

- Bus - Postplatz Aue Standbelegung

Geräte und Software der Firma Baum - BFW Würzburg bietet Hilfe an

Informationswebsite "Diabetische Augenerkrankungen - Aktiv werden,
Möglichkeiten nutzen"

Blindenführhund gilt als Hilfsmittel
Vermögensgrenzen für Blindenhilfe gestiegen

Bei mehr als 6 Dioptrien wird die Brille zukünftig von der Kasse gezahlt

- BSG-Urteil zum Blindengeld für schwerstmehrfachbehinderte Menschen



Für Sehbehinderte kurz gemeldet - Großschrift-Software Magic

Die Großschrift-Software Magic von Freedom Scientific wird nicht mehr

weiter aktualisiert. Nach der Übernahme der Firma Ai-Squared steht im
Vispero-Konzern schon seit einigen Jahren die Software Zoomtext bereit.
Es war klar, dass aus wirtschaftlichen Gründen nicht auf Dauer zwei
Großschriftprogramme gepflegt werden. Nutzer von Magic sollen
Umstiegsangebote und Upgrades auf Zoomtext erhalten. Näheres erfahren
Sie individuell bei Ihrem Hilfsmittelhändler, am besten unter Angabe Ihrer
Seriennummer.
Helptech hat mit der ZoomCam des belgischen Herstellers Koba Vision eine
neue Kamera für Arbeitsplatz und Schule ins Sortiment aufgenommen. Besonders
bemerkenswert erscheint mir, dass die Kamera nicht nur unter Windows 10,
sondern auch am Mac oder Macbook unter MacOS und an mobilen Geräten mit
Android oder ChromeOS betrieben werden kann. Diese Flexibilität könnte für
viele Schülerinnen und Schüler oder Azubis und Studentinnen und Studenten
sehr wichtig und nützlich sein: Im Hörsaal ans Android-Tablet angeschlossen,
im Praktikum an den Windows-Firmen-PC und für die Hausarbeit zu Hause an den
Mac angesteckt. Bisher gab es soweit ich weiß nur ein Gerät von LVI, das mit
so vielen Betriebssystemen zurechtkommt.
Eine Information von Christian Stahlberg, Referent für elektronische Hilfsmittel für
blinde Menschen beim BBSB, möchte Sie wieder über einige Angebote und
Entwicklungen aus dem Bereich elektronische Hilfsmittel informieren.

 


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Nachrichten mit Emojis leichter gestalten

In der Welt der Sehenden kaum wegzudenken sind kurze Bildchen mit Personen
oder Situationen, mit denen der Inhalt insbesondere von Kurznachrichten
unterstrichen werden soll. Solche Emojis zeigen dann z. B. grinsende
Gesichter, einen nach oben gestreckten Daumen oder ganze Personen - auch
Männchen mit Blindenstock kann man einfügen. Das iPhone hat standardmäßig
hunderte solcher Emojis an Bord, die dann z. B. in Whatsapp eingefügt werden
können. Doch das richtige Emoji zu finden dauert lange, sogar häufig
genutzte Bildchen muss man immer wieder suchen.
Robbie Sandberg gibt in einem Podcast des DBSV-Jugendclubs nützliche Tipps
und Hinweise, wie man sich die Suche und das Einfügen von Emojis erleichtern
kann. Ebenso wird der Export an einen Windows-PC beschrieben. Die Episode
finden Sie hier:
Die Großschrift-Software Magic von Freedom Scientific wird nicht mehr
weiter aktualisiert. Nach der Übernahme der Firma Ai-Squared steht im
Vispero-Konzern schon seit einigen Jahren die Software Zoomtext bereit.
Es war klar, dass aus wirtschaftlichen Gründen nicht auf Dauer zwei
Großschriftprogramme gepflegt werden. Nutzer von Magic sollen
Umstiegsangebote und Upgrades auf Zoomtext erhalten. Näheres erfahren
Sie individuell bei Ihrem Hilfsmittelhändler, am besten unter Angabe Ihrer
Seriennummer.
Helptech hat mit der ZoomCam des belgischen Herstellers Koba Vision eine
neue Kamera für Arbeitsplatz und Schule ins Sortiment aufgenommen. Besonders
bemerkenswert erscheint mir, dass die Kamera nicht nur unter Windows 10,
sondern auch am Mac oder Macbook unter MacOS und an mobilen Geräten mit
Android oder ChromeOS betrieben werden kann. Diese Flexibilität könnte für
viele Schülerinnen und Schüler oder Azubis und Studentinnen und Studenten
sehr wichtig und nützlich sein: Im Hörsaal ans Android-Tablet angeschlossen,
im Praktikum an den Windows-Firmen-PC und für die Hausarbeit zu Hause an den
Mac angesteckt. Bisher gab es soweit ich weiß nur ein Gerät von LVI, das mit
so vielen Betriebssystemen zurechtkommt.
Eine Information von Christian Stahlberg, Referent für elektronische Hilfsmittel für
blinde Menschen beim BBSB, möchte Sie wieder über einige Angebote und
Entwicklungen aus dem Bereich elektronische Hilfsmittel informieren.



 

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Bluetooth-Lautsprecher

Zum Preis von rund 30 Euro bietet das Landeshilfsmittelzentrum Dresden unter
dem Namen Retro einen Bluetooth-Lautsprecher des englischen Royal National
Institute for the blind. Gegenüber anderen ähnlichen Lautsprechern gibt das
Gerät wichtige Status-Informationen wie "verbunden" oder "eingeschaltet"
mittels einer englischen Sprachausgabe aus. Ein USB-Stick kann angeschlossen
werden. Beim Entfernen des Sticks setzt der Lautsprecher beim nächsten
Einstecken die Wiedergabe dort fort, wo sie aufgehört hat. Somit eignet sich
das Gerät nicht nur als drahtloser Lautsprecher für das iPhone, sondern auch
zum direkten Abspielen von Hörbüchern.
Eine Information von Christian Stahlberg, Referent für elektronische Hilfsmittel für
blinde Menschen beim BBSB, möchte Sie wieder über einige Angebote und
Entwicklungen aus dem Bereich elektronische Hilfsmittel informieren.

 


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Feelware Audio jetzt erhältlich

Schon mehrfach wurde darüber berichtet, nun ist das Produkt lieferbar:
Feelware bietet eine Sprachausgabe für Backöfen und Herde an. Dazu müssen
die vorhandenen Drehknöpfe durch die von Feelware ersetzt werden. Sie
beinhalten Sensoren, welche die Stellung des Knopfes per Funk an eine
Audiobox senden. Diese wertet die Position des Drehknopfes aus und gibt dann
akustisch zum Beispiel bekannt, welche Funktion, welche Temperatur oder
welche Herdplatte angeschaltet wurde. Die Lösung ist insbesondere ideal für
späterblindete Menschen, welche Klebepunkte oder Symbole nicht so gut
ertasten können oder für all jene, die gern kochen und backen und bei der
Bedienung ihrer Geräte maximale Sicherheit möchten.
Feelware bietet einen Einbauherd und einen Einbau-Ofen mit Lieferung und
Montage als Komplett-Paket an. Der Ofen hat eine Tür, die sich beim Öffnen
unter das Gerät schiebt. Somit kann man sehr gefahrlos Bleche entnehmen und
kann sehr nah an den Ofen herantreten.
Auf Wunsch können auch geeignete vorhandene Geräte mit der Sprachausgabe
ausgestattet werden, dann wird die Audiobox auf das jeweilige Modell
programmiert und die Knöpfe werden passend hergestellt. Nähere Informationen
findet man zu all dem auf www.feelware.eu.
Negativ anzumerken bleibt allenfalls, dass die Batterien der Knöpfe nach
etwa 6 Monaten getauscht werden müssen und es keine wieder aufladbaren Akkus
gibt. Ferner ist der Austausch etwas hakelig und sollte von einer sehenden
Person vorgenommen werden - nicht ganz ideal für ein Produkt, das doch
eigentlich die Selbständigkeit fördern soll.
Eine Information von Christian Stahlberg, Referent für elektronische Hilfsmittel für
blinde Menschen beim BBSB, möchte Sie wieder über einige Angebote und
Entwicklungen aus dem Bereich elektronische Hilfsmittel informieren.
 

Studie: Jugendliche mit chronischen Krankheiten in der Schule


Liebe Schüler, liebe Eltern,
 
bisher gibt es deutschlandweit kaum wissenschaftliche Arbeiten zur Situation von
Schüler mit chronischen Erkrankungen in der Schule.
 
Um dies zu ändern, haben wir einen Fragebogen erstellt, der sich direkt an betroffene
Schüler richtet, um deren Situation aus verschiedenen Perspektiven zu erfassen.
Die Befragung befasst sich in erster Linie mit der Zeit vor Corona, um grundlegende
Anpassungserfordernisse im Kontext Schule für Schüler mit chronischen
Erkrankungen abzuleiten. Einige Fragen zum Erleben der Corona-Situation werden
aber 
ebenfalls gestellt.
 
Die Befragung richtet sich an Schüler der weiterführenden Schulen / Sekundarstufe
(z.B. Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Berufsschule), die eine chronische Erkrankung
haben. Dies können körperliche oder psychische Erkrankungen sein.
 
Aus rechtlichen Gründen ist eine Teilnahme erst für Schüler im Alter von mindestens
16 Jahren möglich, da der Gesetzgeber hier eine Einsichtsfähigkeit für die Online-Befragung
gegeben sieht.
 
Die Befragung dauert ca. 15 Minuten und kann unter folgendem Link gestartet werden:
 
 
Eine Bearbeitung ist bis einschließlich zum 31.05.2021 möglich.
 
Selbstverständlich erfolgt die Befragung vollständig anonym und nach den
datenschutzrechtlichen Standards der Hochschule für Gesundheit.
 
Wir würden uns sehr freuen, wenn du dir die Zeit nehmen würdest, denn wir sind
auf den Einblick 
durch betroffene Schüler angewiesen, um die Situation realitätsnah
zu erfassen und 
für Zukunft auf Basis dieser Daten Verbesserungsvorschläge
zu erarbeiten.
 
Bei weiteren Fragen steht jederzeit die Mail-Adresse
christian.walter-klose@hs-gesundheit.de

zur Verfügung.
 
Wir bedanken uns recht herzlich für Deine Unterstützung,
bleibt gesund!
 
Prof. Dr. Walter-Klose, Hochschule für Gesundheit Bochum
(www.hs-gesundheit.de)

Vertr.-Prof. Dr. Seiler-Kesselheim, Technische Universität Dortmund
(www.fk-reha.tu-dortmund.de)

DB - Mit der Bahn sprechen: Ab April einfacher und günstiger

 

Die Bahn macht telefonischen Service noch kundenfreundlicher

Alle Auskünfte ab April zum Ortstarif

Millionen Bahnkunden profitieren von einfacherem Zugang zu den
meistgenutzten Services und geringeren Anrufkosten.
 
Die Deutsche Bahn (DB) stellt ihre Service-Hotlines auf Festnetz-Rufnummern
um. Ab dem 1. April, 00:00 Uhr, erteilt die DB ihren Kunden sämtliche telefonische
Auskünfte zum Ortstarif - von der Reiseauskunft über das 
Servicecenter
Fahrgastrechte bis zur Mobilitätsservice-Zentrale für die 
Planung von barrierefreien
Reisen. Damit profitieren jährlich Millionen 
Bahnkunden, die sich telefonisch mit
Fragen an die DB wenden, von 
geringeren Anrufkosten.
 
Außerdem führt die DB die am häufigsten nachgefragten Auskünfte in einer
Hotline zusammen und navigiert die Reisenden noch gezielter zu den
Service-Mitarbeitenden, die sich um das individuelle Anliegen am besten
kümmern können. Über die neue zentrale Service-Hotline erhalten Reisende ab
April sowohl Auskünfte über Fahrpläne und Tickets als auch Informationen
über weitere Serviceleistungen und zur BahnCard. Anrufende gelangen durch
die neue Menüführung schnell und einfach zu den passenden Ansprechpersonen
bei der Bahn. Ein Anruf der bisherigen Service-Hotline nach der Umstellung
verursacht keine Mehrkosten, die DB verweist per automatischer Ansage auf
die neue Rufnummer.

Ab 1. April 2021 erreichen Bahnkunden die DB unter folgenden Nummern:

Servicenummer der DB: 030 297 0

Rund um die Uhr Auskünfte über Fahrpreise und Fahrpläne, Informationen über
die Serviceleistungen der Deutschen Bahn und zur BahnCard

Fundservice: 030 586020909

Im Zug oder Bahnhof verlorene oder gefundene Gegenstände melden


Servicecenter Fahrgastrechte: 030 586020920

Informationen zu Fahrpreiserstattungen im Rahmen der 
EU-Fahrgastrechteverordnung

Mobilitätsservice-Zentrale: 030 65212888

Kontakt für die Planung barrierefreier Reisen
 

Zudem ändert die Deutsche Bahn weitere regionale Servicenummern.

Informationen hierzu finden sich in Kürze auf bahn.de.
 
 

Ihr BBSB-Inform



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Fit durch Bewegung - Sitzgymnastik

Unsere Rehabilitationslehrerin in unserer Bezirksgruppe Unterfranken Würzburg,
Kirsten Hüser-Nuß, 
hat ein neues Projekt. Sie bietet ihnen Sitzgymnastik am
Telefon an.

Unter der Rufnummer 09 31 46 52 95 20 können Sie Sitzgymnastikübungen
anhören und selbst mitmachen. Die Übungen werden von Frau Hüser-Nuß
anschaulich erklärt.
Alle paar Tage hören sie ein neues Angebot. Nach und nach werden alle Körperteile
behandelt und trainiert.

Probieren sie es doch einmal aus.
 
Ihr BBSB-Inform

Informationen zur Corona-Schutzimpfung

 

Terminbuchungen:

Terminbuchungen für die Corona-Schutzimpfung sind auf der Online-
Terminbuchungsseite sachsen.impfterminvergabe.de sowie über die Telefon-Hotline
0800 0899 089 möglich.
Eine Impfung im Impfzentrum ist nur mit Termin möglich.

 

Info-Hotline der AOK PLUS:

Unter der kostenfreien Servicenummer 0800 2266550 erfahren Sie mehr zur
Wirkungsweise des Impfstoffes, zur geplanten Reihenfolge der Impfungen und zu
Impfzentren. Ein Experten-Team aus Ärzten und medizinischen Fachpersonal steht
Ihnen 24 Stunden zur Verfügung.

 

Fahrtkostenübernahme zum Impfzentrum:

Es ist davon auszugehen, dass die Gesetzlichen Krankenkassen für Personen,
denen ein Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“
ausgestellt wurde, die Fahrtkosten tragen, sofern diese nicht von mobilen Impfteams
versorgt werden können oder keine Impfbusse oder ähnliche lokale Impfangebote
vor Ort gemacht werden. Eine Genehmigung der Krankenkasse ist nicht erforderlich.
Rechtsgrundlagen: § 60 Abs. 1 Satz 3 sowie Satz 5 Nr. 1 SGB V in Verbindung mit
§ 8 Abs. 3 und Abs. 5 Satz 2 der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses
über die Verordnung von Krankenfahrten, Krankentransportleistungen und
Rettungsfahrten nach § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 12 SGB V.

 

Offene Fragen:

Der DBR (Deutscher Behindertenrat) fordert in der Pressemitteilung „Deutscher
Behindertenrat bemängelt unzureichende Barrierefreiheit von Corona-Impfkampagne
und zu Impfzentren!“ vom 12. Januar 2021 einen besseren Zugang zur Corona-
Schutzimpfung für viele Menschen mit körperlichen oder kognitiven Behinderungen.
U.a. unser Verein sowie der DBSV (Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband
e. V.) setzen sich dafür ein, dass auch blinde, stark sehbehinderte und taubblinde
Menschen einen Anspruch auf bevorzugte Berücksichtigung bei der Schutzimpfung
gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 erhalten.

 

Weitere Informationen:

Freistaat Sachsen:
https://www.coronavirus.sachsen.de/coronaschutzimpfung.html

RKI:
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.html


STIKO-Empfehlungen zur COVID-19-Impfung:
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Impfempfehlung-Zusfassung.html


BMG:

https://www.zusammengegencorona.de/impfen/


Pro Retina:

https://www.pro-retina.de/nachrichten/allgemeine-nachricht/wann-werde-ich-geimpft-aktuelles-zur-covid-19-impfung


VdK:

https://www.vdk.de/hessen-thueringen/pages/corona-ticker/81066/corona-impfung_fragen_und_antworten


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Testbericht zum Digitradio 3 Voice erschienen

Ende 2020 brachte Technisat mit dem Digitradio 3 Voice das erste DAB+-Radio
mit internetunabhängiger Sprachsteuerung auf den Markt. BBSB-Inform
verbreitete dazu am 18.11.2020 die Pressemitteilung des Herstellers.
Gut versteckt im Kleingedruckten der Bedienungsanleitung erfährt man auch,
dass es eine Sprachausgabe gibt, die beispielsweise den Namen der
Radiostationen ansagt. Das Gerät eignet sich somit grundsätzlich ganz
besonders für blinde und sehbehinderte Menschen. Technisat selbst schreibt
in der Pressemitteilung, dass die Entwicklung "im Sinne der Barrierefreiheit
und Teilhabe von Menschen mit visuellen Einschränkungen" von verschiedenen
Partnern begleitet wurde.
Doch kann das Radio diese Erwartungen an die Barrierefreiheit wirklich
komplett erfüllen? Was bietet das Radio grundsätzlich überhaupt und was
könnte besser sein?

Unser Referent für elektronische Hilfsmittel für blinde Menschen, Christian

Stahlberg, hat das Digitradio eingehend getestet und stellt in einer
Podcast-Episode bei sightviews.de seine Eindrücke und das Gerät mit
Hörbeispielen vor.
Beim Fazit kommt dabei auch ein aktiver Nutzer des Geräts zu Wort, der das
Radio schon länger nutzt und sich selbst angeschafft hat.

Service für Besitzer eines Digitradio 3 Voice:

Am Ende des Podcasts werden die Tasten auf der Fernbedienung kurz in
systematischer Reihenfolge genannt, so dass man sich die Fernbedienung auch
ohne sehende Hilfe erschließen kann.

Sie können den Beitrag von der Web-Seite www.sightviews.de herunterladen.

Alternativ kann dort der Podcast auch abonniert werden, so dass Sie keine
neuen Ausgaben verpassen.

Ihr BBSB Inform


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Die TechniSat Digital GmbH teilt mit: Weltneuheit: TechniSat präsentiert mit dem
DIGITRADIO 3 Voice das erste Digitalradio mit internetunabhängiger
Sprachsteuerung

Pressemitteilung der TechniSat Digital GmbH.
Daun, 26.10.2020

Weltneuheit: TechniSat präsentiert mit dem DIGITRADIO 3 Voice das erste

Digitalradio mit internetunabhängiger Sprachsteuerung
Möglich macht es die von TechniSat entwickelte Technologie TECHNIVOICE, eine
Offline-Sprachsteuerung mit 19 verschiedenen Sprachkommandos, die für die
Bedienung der wichtigsten Funktionen des Digitalradios optimiert sind.
Eine Geräte-Sprachsteuerung bietet viele Vorteile. Vor allem ist sie für Personen mit
eingeschränktem oder fehlendem Sehvermögen eine enorme Erleichterung im
täglichen Umgang mit moderner Technik.
Doch viele schrecken davor zurück, einen Sprachassistenten zu nutzen, da sie sich
nicht sicher sind, ob und welche persönlichen Daten über Internet unerwünscht
gespeichert werden.

Die internetunabhängige Sprachsteuerung TECHNIVOICE

Für alle, die sich eine Sprachsteuerung für ihr Digitalradio wünschen, aber dies
unabhängig vom Internet benutzen möchten, hat TechniSat die Offline-Steuerung
TECHNIVOICE entwickelt.
Anders als bei den meisten Sprachassistenten benötigt das Radio für die
Sprachsteuerung keinen Internetzugang.
Die 19 verschiedenen Sprachbefehle werden direkt vom Radio ausgewertet und
umgesetzt.
Es werden keine Daten über die Nutzung gespeichert, verarbeitet oder über das
Internet versendet.
Wenn ein Sprachbefehl erkannt wurde, erhält der Nutzer vom Radio eine akustische
Rückmeldung via Bestätigungston oder Sprachausgabe.
Dies hilft bei der Bedienung des Gerätes.
Eine weitere Hilfe: Eine Broschüre mit Bedienungshinweisen in Blindenschrift ist im
Lieferumfang enthalten.

Kompaktes Soundsystem mit starkem Sound

Das DIGITRADIO 3 Voice bietet nicht nur eine besonders einfache Bedienung per
Sprachsteuerung, sondern begeistert auch als kompakte Alternative zur Hi-Fi
Anlage.
Das DIGITRADIO 3 Voice empfängt DAB+ Digitalradio und UKW, spielt via USB

Musik von USB-Trägern oder Lieblings-CDs ab, wobei die Resume-Funktion dafür
sorgt, dass die CD genau dort weiterläuft, wo sie zuletzt gestoppt wurde.
Eine wichtige Funktion, wenn gerne Hörbücher abgespielt werden.
Besonders praktisch: Mobilgeräte können am USB-Anschluss bequem aufgeladen
werden.
Für den kristallklaren Klang sorgen zwei je 10 Watt starke Lautsprecher des
deutschen Soundspezialisten ELAC.

Besser Made in Germany: Entwickelt und produziert in Deutschland

Das DIGITRADIO 3 Voice wurde in Deutschland entwickelt und wird in
Schöneck/Vogtland produziert.
Begleitet wurde die Entwicklung durch die Bayerische Landeszentrale für neue
Medien (BLM), den Bayerischen Rundfunk (BR) - im Sinne der Barrierefreiheit und
Teilhabe von Menschen mit visuellen Einschränkungen - und Bayern Digital Radio.
Diese Institutionen standen beratend zur Seite, sodass TechniSat auf ihre
langjährige Erfahrung in Fragen der Bedienbarkeit und Anforderungen zurückgreifen
konnte.
Auch in puncto Testung waren die Partner, allen voran BR und BDR, maßgebend
beteiligt.
So ist mit dem DIGITRADIO 3 Voice ein innovatives Digitalradio entstanden, das
höchsten Ansprüchen genügen wird.

Das DIGITRADIO 3 Voice ist ab Mitte November für UVP 329,00 € erhältlich.
Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.voice.technisat.de.
Ein ausführliches Video, in Zusammenarbeit mit BLM, BR und Bayern Digitalradio,
zur Barrierefreiheit und zum Produkt finden Sie hier:
https://www.youtube.com/watch?v=vylHBI0fV2o&utm_source=Newsletter&utm_medium=email&utm_content=&utm_campaign=Presse_Mailing_10708

Vielen Dank an unseren Leser, Ralf Hohn, der uns diese Information zugeleitet hat.

Ihr BBSB-Inform



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Reisen mit anders-sehn in 2021

Reisen mit anders-sehn in 2021 „Macht keinen Sinn“, sagt der Zweifel.
„Versuch´s“, flüstert das Herz!
Corona hin oder her, auch in 2021 gibt es einen Katalog mit blinden-und
sehbehindertengerechten Reisen.
Freuen Sie sich auf eine feine Mischung von Erholungsurlaub und spannenden
Seminarferien im Jahr 2021.
Alle Angebote finden explizit in Deutschland statt:
z.B.: Ganzheitliches Sehtraining, Stadterkundung Bonn, Wandern und Wein im
Rheingau, Gemeinschaftserlebnis Paddeln!
Alle Angebote sind auf der Homepage:
www.anders-sehn.de
zu finden oder z.B. auch als MP3-C erhältlich.

Im Zusammenhang mit Corona werden alle Reise- und Seminarangebote unter

Beachtung der jeweils geltenden Abstands-und Hygieneregeln sowie
behördlicher Vorgaben durchgeführt. Über die Details werden die Teilnehmer
zeitnah vor der Reise informiert. Auf den jeweiligen Reisen werden
Desinfektionsmittel, Einweghandschuhe und Ersatzmasken mitgeführt. Für
Gäste, die eine Begleitung aus dem Servicepool dazubuchen, stehen spezielle
Führstöcke für die Einhaltung des Mindestabstandes bereit.

Weitere Infos unter:

Susanne Hahn
anders-sehn
Reisen und Seminare für Blinde und Sehbehinderte Susanne Hahn M.A.
Postfach 342
Hausanschrift
Eduard-Karstens-Weg 47
27472 Cuxhaven

Telefon: +49 (0) 47 21 6 99 85 67

Fax: +49 (0) 47 21 6 99 85 68
E-Mail: hahn@anders-sehn.de
Internet: www.anders-sehn.de

Ihr BBSB-Inform



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Mainpost berichtete: App und Aufzug helfen blinden Menschen

Kone, einer der weltweit führenden Hersteller von Aufzügen und Rolltreppen,
sorgt dafür, dass blinde und sehbehinderte Menschen sicher und selbstständig
mit dem Aufzug an ihr Ziel kommen. Dafür nutzt Kone die GPS-App BlindSquare.
Im Berufsförderungswerk in Würzburg (BFW) kommt die neue Anwendung
erstmals 
in Deutschland zum Einsatz, heißt es in einer Pressemitteilung.

Wo ist der Aufzug?
Wohl jeder ist schon einmal wie verloren durch eine riesige Shopping-Mall
geirrt, durch einen Flughafen oder Bürokomplex. Wie viel schwieriger muss
das für blinde und sehbehinderte Menschen sein, die sich allein auf ihren
Langstock verlassen können oder im Idealfall auf eine sehende Begleitperson?
Haben sie den Weg zum Aufzug gefunden, wartet die nächste Hürde: Gibt es
Taster mit Braille-Schrift? Wann ist die Zieletage erreicht? Und in welche
Richtung muss es gehen?

Sicher durchs Gebäude
"Aufzug fahren mag für Sehende selbstverständlich sein. Für blinde und
sehbehinderte Menschen ist es oft mühsam und umständlich", erzählt Sandra
Pilz. Sie spricht aus eigener Erfahrung, denn sie ist blind. Als eine der
Ersten hat die 40-Jährige nun einen neuen Service von Kone getestet: Durch
die Verknüpfung von Aufzug und der GPS-App BlindSquare sorgt die Firma
dafür, dass blinde und sehbehinderte Menschen sicher und selbstständig mit
dem Aufzug an ihr Ziel kommen. Dabei ist das Smartphone ein virtueller
Begleiter.
Während Sandra Pilz mit Langstock in der einen und Handy in der anderen Hand
das Foyer des BFW betritt, ruft sie den Aufzug per App. Die Sprachfunktion
von BlindSquare führt sie - fast wie ein Navigationssystem im Auto - direkt
zur Anlage. Die App schickt sie direkt ins gewünschte Stockwerk, sagt, dass
sie diese erreicht hat und den Gang links zum Kursraum nehmen soll.
"Hilfsmittel wie diese erleichtern meinen Alltag enorm", stellt die junge
Frau fest, als sie sicher und auf direktem Weg im Raum angekommen ist.

Inklusion ohne Barrieren

Und auch Hellmuth Platz, Mobilitätstrainer am BFW, freut sich für seine
Kursteilnehmer über das Stück hinzugewonnene Freiheit: "Blinde und
Sehbehinderte können sich durch den Service selbstständig fortbewegen. Die
Blindsquare-App ist für Menschen mit Handicap ein wichtiger Beitrag zur
Unabhängigkeit und fördert ihre soziale Integration." So hätten Kone und
BlindSquare mit der Verknüpfung von Aufzug und App eine Möglichkeit zur
Inklusion per Smartphone geschaffen.
BlindSquare ist mit rund 60 000 Nutzern die weltweit meistverwendete GPS-App
für blinde und sehbehinderte Menschen. Sie beschreibt die Umgebung, nennt
umliegende Straßenkreuzungen, Geschäfte oder Bushaltestellen und gibt die
Richtung an, in der sie zu finden sind.
Zunächst war BlindSquare auf die Nutzung im Freien beschränkt. Inzwischen
hilft die App auch bei der Orientierung innerhalb von Gebäuden.
So kann BlindSquare über eine digitale Verknüpfung mit den Kone Aufzügen
kommunizieren.
Die App ist für iPhone und iPad erhältlich, eine Variante für Android-Geräte
ist in Vorbereitung, heißt es abschließend in der Mitteilung.

Ihr BBSB-Inform
BBSB-Inform wird Ihnen, wann immer Sie das wollen, am Telefon vorgelesen.
Wählen Sie: 0871 7000 14000. Es gilt das für den benutzten Anschluss
vereinbarte Verbindungsentgelt ohne Aufschlag.



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Das Alexa-Basis-Handbuch der TIBS e. V. ist aktualisiert!

Das Alexa-Basis-Handbuch geht in die 3. Auflage!

Die Amazon Echo-Lautsprecher sowie die dazugehörige Alexa-App machen keine
Ausnahme. Die Entwicklung geht in riesigen Schritten voran.

Aus diesem Grund hat die TIBS e. V. ihr Basis-Handbuch vom Dezember 2018 auf
den neuesten Stand zu bringen.

Die veränderte Oberfläche der App wurde genauso beschrieben wie die
Einbindung der Lautsprecher ins WLAN.

Mit diesem Daisy-Buch, das über drei Ebenen strukturiert ist und eine Laufzeit
von knapp drei Stunden hat, erfahren Sie alles, was Sie für die Bedienung des Sprach-Assistenten von Amazon wissen müssen.

Sie kennen Alexa noch nicht?

Kurz gesagt: Alexa ist ein Universal-Hilfsmittel, das auf Zuruf reagiert.
Sie befehlen und Alexa wird zum Internet-Radio, spricht Nachrichten, spielt
Musik, verwandelt sich in einen Kurzzeitwecker, erinnert Sie an wichtige
Ereignisse, informiert Sie über das Fernsehprogramm und beantwortet Fragen
rund um den Alltag, sei es die Länge eines Flusses oder die Einwohnerzahl einer
Stadt.

Selbst über das Wetter und den Fahrplan der Deutschen Bahn ist Alexa
unterrichtet.

Sie wissen nicht, wie Sie das System einrichten und bedienen können?

Dazu gibt es doch die TIBS: Mit dem brandneuen Alexa-Basis-Handbuch erhalten
Sie eine detaillierte Auflistung der Kommandos an Alexa und dazu jede Menge Anwendungsbeispiele.

Die neue Daisy-CD ist ab sofort für 25 €, inklusive Versand, erhältlich.
Anfragen oder Bestellungen richten Sie bitte bevorzugt per Mail an info@tibsev.de
Hinweis:
TIBS e. V.
Technische Informations- und Beratungsstelle für Blinde und Sehbehinderte Steinheimer Str. 1
63450 Hanau

Telefon: 0 61 81 95 66 63
Fax: 0 61 81 95 66 65
mailto: info@tibsev.de
Internet: www.tibsev.de

Ihr BBSB-Inform



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Bundesregierung entlastet Menschen mit Behinderung:
Behinderten-Pauschbetrag wird verdoppelt!

Am 5. August titelten wir: Steuerliche Erleichterungen für behinderte
Menschen ab 2021 geplant - Gesetzesentwurf hat Bundestag passiert Am
Donnerstag, den 29.10.2020 hat nun der Deutsche Bundestag dem
Gesetzesentwurf über die Erhöhung der Behinderten- und Pflege-
Pauschbeträge 
zugestimmt.
Künftig kann jeder Steuerpflichtige ab einem Grad der Behinderung
(GdB) von 
20 einen Pauschbetrag geltend machen.

Das neue Gesetz sieht vor, die Pauschbeträge in den einzelnen GdB-Stufen
(GdB = Grad der Behinderung) zu verdoppeln.
Bei einem GdB von 100 sind das zum Beispiel 2840 Euro statt bisher
1420 Euro 
Pauschbetrag.
Für blinde Menschen sowie Menschen, die rechtlich als "hilflos" eingestuft
sind, erhöht sich der Pauschbetrag auf 7400 Euro.

Bei einem Grad der Behinderung kleiner 50 soll auf die zusätzlichen
Anspruchsvoraussetzungen zur Gewährung des Pauschbetrags verzichtet
werden.
Weiterhin soll ein behinderungsbedingter Fahrtkosten-Pauschbetrag
eingeführt 
werden.

Von der Anpassung der Pauschbeträge profitieren alle Menschen mit
Behinderungen, die Einkommensteuer zahlen - dazu zählen unter
anderem auch 
Eltern von Kindern mit Behinderungen sowie ihre
Ehe- und Lebenspartner.

Ihr BBSB-Inform

BBSB-Inform wird Ihnen, wann immer Sie das wollen, am Telefon vorgelesen.
Wählen Sie: 0871 7000 14000. Es gilt das für den benutzten Anschluss
vereinbarte Verbindungsentgelt ohne Aufschlag.

Das Redaktionsteam können sie folgendermaßen erreichen:

- Mail: mailto:bbsb-inform@bbsb.org
- Judith Faltl: Telefon 0 89 - 68 52 58
- Tobias Michl: Telefon 0 89 - 59 94 38 62



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REHADAT-Wissensreihe „Ich sehe das einfach anders“ – Berufliche
Teilhabe von Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit

Wie können Menschen, die sehbehindert oder blind sind, am Berufsleben

teilhaben? Antworten auf diese Frage gibt es in der neuesten
REHADAT-Wissensreihe „Ich sehe das einfach anders“. Die Broschüre
beschreibt, wie Arbeit für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit
gestaltet werden kann, liefert Grundinformationen über die Behinderung und
nennt Anlaufstellen.


Viele berufstätige Menschen, die blind oder sehbehindert sind, fühlen sich

an ihrem Arbeitsplatz gut integriert. Dies ergab eine aktuelle
REHADAT-Umfrage zur Arbeitssituation von Menschen mit Blindheit oder
Sehbehinderung. Erfolgsfaktoren für die berufliche Teilhabe sind die
passende Gestaltung von Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung sowie ein
unterstützendes Arbeitsumfeld.


Die Ergebnisse der Befragung und die Auswertung zahlreicher Praxisbeispiele

sind in die neueste REHADAT-Wissensreihe eingeflossen. Die Broschüre
beschreibt betriebliche Gestaltungsmöglichkeiten, um Arbeitsbedingungen an
die Bedürfnisse von sehbehinderten und blinden Beschäftigten anzupassen: z.
B. durch Hilfsmittel, barrierefreie Software, behinderungsgerechte
Umgebungsgestaltung, Veränderung der Arbeitsinhalte und -organisation,
personelle Unterstützung oder Weiterbildung. Interviews mit Experten aus
Forschung und Praxis sowie mit einem blinden Sachbearbeiter greifen diese
Aspekte auf.


Darüber hinaus erhalten Interessierte grundlegende Informationen: über

Rechte und Pflichten des Arbeitgebers, verschiedene Aspekte des Sehvermögens
(Visus und Gesichtsfeld), die Auswirkungen auf Informationsaufnahme,
Orientierung und das kollegiale Miteinander, die Abgrenzung von
Sehbehinderung zu Blindheit, den Grad der Behinderung, Arbeitsschutz,
Barrierefreiheit und vieles mehr.
Die Broschüre schließt ab mit weiterführenden Informationen innerhalb von
REHADAT, u.a. mit Praxisbeispielen, Ansprechstellen und Literaturhinweisen.


Die REHADAT-Wissensreihe wendet sich an Arbeitgeber, betroffene Beschäftigte

sowie alle Fachleute, die an der beruflichen Teilhabe von Menschen mit
Behinderung oder Erkrankung beteiligt sind.


Hier finden Sie die neueste Ausgabe der REHADAT-Wissensreihe sowie die

Ergebnisse der Umfrage:
https://www.rehadat.de/presse-service/publikationen/


Kontakt:

Anja Brockhagen

Telefon 02 21 4981-845
Mailto:brockhagen@iwkoeln.de


Über REHADAT:

REHADAT ist das zentrale unabhängige Informationsangebot zur beruflichen
Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Die Informationen richten sich an
Betroffene und alle, die sich für ihre berufliche Teilhabe einsetzen. Alle
Angebote sind barrierefrei und kostenlos zugänglich.


REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V.,

gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus dem
Ausgleichsfonds.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen
(BIH) hat den Druck der Broschüre ermöglicht.



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Bundesrat gibt grünes Licht für E-Scooter - aber rotes Licht für die
Nutzung auf Gehwegen

Soeben hat der Bundesrat über Änderungen zur Elektrokleinstfahrzeuge-
Verordnung abgestimmt. Nach massivem Protest des DBSV, seiner
Landesvereine und etlicher anderer Organisationen hatte Bundesminister
Scheuer seinen ursprünglichen Plan am 7. Mai zurückgezogen. Dieser sah
vor, dass Elektrokleinstfahrzeuge bis 12 km/h Höchstgeschwindigkeit nur
auf Gehwegen gefahren werden dürfen - und zwar von allen über
12 Jahren. Viele Landesminister haben sich der Kritik an der geplanten
Verordnung angeschlossen. Der federführende Verkehrsausschuss hat
gemeinsam mit anderen Ausschüssen Empfehlungen an den Bundesrat zur
Änderung der Verordnung erarbeitet. Diesen ist der Bundesrat heute bei
seiner Entscheidung weitgehend gefolgt.


Zu den beiden wichtigsten Änderungen schreibt der Newsletter des
Bundesrates: "Anders als in der Regierungsverordnung ursprünglich
vorgesehen, dürfen die E-Scooter aber nicht auf Gehwegen und in
Fußgängerzonen fahren, sondern ausschließlich auf Radwegen bzw.
Radfahrstreifen. Gibt es solche nicht, müssen die Roller auf die Straße.
Für alle E-Scooter gilt ein Mindestalter von 14 Jahren. Dies machte der
Bundesrat zur Bedingung für seine Zustimmung."


"Der eindrucksvolle und hartnäckige Protest in den vergangenen Monaten
hat die Landesregierungen überzeugt und in letzter Minute die Vernunft
siegen lassen", kommentiert Andreas Bethke, Geschäftsführer des DBSV.
"Der Gehweg bleibt ein Weg zum Gehen."


Mehr zur Abstimmung des Bundesrats unter:

www.bundesrat.de/DE/plenum/bundesrat-kompakt/19/977/977-pk.html#top-35

Der Newsletter "dbsv-direkt" ist der Online-Informationsservice des
Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV).

Redaktion:
Andreas Bethke (V.i.S.d.P.)
Volker Lenk



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Barrierefreie Geldautomaten bei der Erzgebirgssparkasse

Geldautomaten mit Sehbehindertenunterstützung und jeweiliger Zusatzfunktion CRS (Einzahlfunktion) und KAD (Kontoauszugsdrucker)

 

Annaberg Markt - Buchholzer Straße 2, 09456 Annaberg-Buchholz 1 CRS 
Annaberg Große Kirchgasse - Große Kirchgasse 18, 09456 Annaberg-Buchholz 1 CRS
Annaberg ERZGEBIRGSCENTER - Gewerbering 2, 09456 Annaberg-Buchholz 1 KAD
Aue Altmarkt - Altmarkt 6, 08280 Aue 2 CRS
Aue SIMMEL-MARKT-PASSAGE - Wettiner Straße 4, 08280 Aue 2 1 KAD
Auerbach - Obere Hauptstraße 21, 09392 Auerbach 1 KAD
Bärenstein - Oberwiesenthaler Straße 14, 09471 Bärenstein 1 KAD
Antonsthal - Jägerhäuser Straße 1, 08359 Breitenbrunn - Antonsthal 1 KAD
Burkhardtsdorf - Obere Hauptstraße 2, 09235 Burkhardtsdorf 1 
Scharfenstein - Bahnhofstraße 45, 09430 Drebach 1 KAD
Ehrenfriedersdorf - Markt 13, 09427 Ehrenfriedersdorf 1 CRS 
Eibenstock - Schönheider Straße 15, 08309 Eibenstock 1 
Geyer - Altmarkt 8, 09468 Geyer 1 
Jahnsdorf - Chemnitzer Straße 60, 09387 Jahnsdorf 1 KAD
Leukersdorf - Ringstraße 1, 09387 Jahnsdorf-Leukersdorf 1 KAD
Johanngeorgenstadt - Eibenstocker Straße 69a, 08349 Johanngeorgenstadt 1 CRS 
Königswalde - Annaberger Straße 5B, 09471 Königswalde 1 KAD
Oberwiesenthal - Markt 9, 09484 Kurort Oberwiesenthal 1 CRS
Seiffen - Hauptstraße 81, 09548 Kurort Seiffen 1 KAD
Lauter - Alte Auer Straße 2, 08315 Lauter-Bernsbach 1 CRS
Reitzenhain - Ernst Thälmann Straße 41, 09496 Marienberg 1 KAD
Marienberg KAUFLAND - Am Lautengrund 4, 09496 Marienberg 1 KAD
Mildenau - Annaberger Straße 3, 09456 Mildenau 1 
Neukirchen - Hauptstraße 80, 09221 Neukirchen 1 
Oelsnitz - Albert-Funk-Schacht-Str. 1a, 09376 Oelsnitz 2 davon 1 CRS
Neuwürschnitz - Hartensteiner Straße 63, 09376 Oelsnitz 1 KAD
Neuoelsnitz - Pflockenstraße 28, 09376 Oelsnitz 1 KAD
Olbernhau Grünthaler Straße - Grünthaler Straße, 09526 Olbernhau 2 davon 1 CRS
Dörnthal - Freiberger Straße 13, 09526 Pfaffroda-Dörnthal 1 KAD
Schlettau - Markt 24, 09487 Schlettau 1 KAD
Schneeberg - Fürstenplatz Fürstenplatz 4, 08289 Schneeberg 2 CRS
Schönheide - Hauptstraße 68, 08304 Schönheide 1 CRS
Schwarzenberg Grünhainer Straße - Grünhainer Straße 10, 08340 Schwarzenberg 3 davon 1 CRS
Schwarzenberg Grünstädtel - Alte Bahnhofstraße 2, 08340 Schwarzenberg 1 KAD
Schwarzenberg KAUFLAND - Karlsbader Straße 2a, 08340 Schwarzenberg 1 KAD
Sehmatal - Karlsbader Straße 77, 09465 Sehmatal-Sehma 1 CRS
Stollberg - Rathausstraße 2, 09366 Stollberg 1 CRS
Thalheim - Stollberger Straße 1, 09380 Thalheim 1 CRS
Zschopau - Altmarkt 1, 09405 Zschopau 1 CRS
Zschorlau - Friedensstraße 3, 08321 Zschorlau 1 
Zwönitz KAUFLAND - Albin Trommler Straße 1, 08297 Zwönitz 1 KAD



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Bus-Postplatz Aue Standbelegung

Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 hat der RVE (Regionalverkehr Erzgebirge)
die Standplatzbelegung geändert.


Übersichtsplan – Aue – Postplatz

 

Haltestelle 1

363 Lößnitz - Zwönitz

369 Zschorlau - Albernau

379 Zschorlau - Albernau - Bockau*

415 Schwarzenberg - Annaberg-Buchholz

*Linie 379 aufgrund von Bauarbeiten bis auf Weiteres eingestellt!

 

Haltestelle 2

380 Stollberg

378 Lößnitz, Neustadt

 

Haltestelle 3

334 Schwarzenberg - Johanngeorgenstadt

353 Alberoda

361 Zwönitz - Thalheim - Chemnitz

373 Eibenstock

376 Lauter

 

Haltestelle 4

Stadtverkehr Linie A Zeller Berg

Stadtverkehr Linie D Neudörfel

 

Haltestelle 5

366 Sosa

367 Bockau

368 Lößnitz - Dittersdorf

375 Beierfeld - Grünhain

379 Bockau - Albernau - Zschorlau

 

Haltestelle 6

357 Schneeberg – Lindenau

359 Schneeberg, Filzteich

Stadtverkehr Linie C Brünlasberg

 

Haltestelle 7

362 Schneeberg, Siedlung - Griesbacher Hang


Haltestelle 8

351 Bockau - Schönheide

365 Bad Schlema - Schneeberg

370 Stützengrün - Schönheide

371 Carlsfeld

372 Eibenstock

385 Schneeberg - Rothenkirchen

Stadtverkehr Linie B Eichert

 

Haltestelle 9

360 Zwickau

383 Schneeberg/Schwarzenberg

383 Chemnitz, Omnibusbahnhof

 

 

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Geräte und Software der Firma Baum - BFW Würzburg bietet Hilfe an

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie haben Fragen oder Probleme mit Ihren Hilfsmitteln, die Sie ursprünglich über die Firma Baum bezogen haben?
Durch die Insolvenz der Fa. Baum haben Sie keine Ansprechpartner mehr?
Das BFW Würzburg hilft Ihnen gerne weiter und berät Sie kostenfrei.
Rufen Sie die Fachberater im BFW Würzburg an unter der
TelefonNummer: 09 31 – 90 01 853 Oder schreiben Sie eine Mail an: Mailto:oliver.schroeder@bfw-wuerzburg.de
Dort hilft man Ihnen gerne weiter.
Ihr BBSB-Inform



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Informationswebsite "Diabetische Augenerkrankungen - Aktiv werden, Möglichkeiten nutzen"


Schätzungsweise 7 Millionen Menschen in Deutschland sind von Diabetes betroffen, mehr als 1,3 Millionen weisen diabetesbedingte Schäden an der Netzhaut auf, ungefähr 2.000 erblinden jedes Jahr. Damit sind diabetische Netzhauterkrankungen in Deutschland die häufigste Erblindungsursache bei Menschen im erwerbsfähigen Alter. Da ein Mensch 80 Prozent seiner Umwelt mit den Augen wahrnimmt, verändert ein Sehverlust das Leben grundlegend. Angefangen von alltäglichen Handgriffen über das menschliche Miteinander bis hin zur Berufstätigkeit sind alle Bereiche des Lebens betroffen. Besonders gravierend für Menschen mit Diabetes: Das selbstständige Management des Blutzuckerspiegels ist nicht mehr wie bisher möglich. Hilfe, Informationen und kompetente Ansprechpartner werden von Betroffenen in dieser Situation dringend benötigt, um weiterhin ein selbstständiges und aktives Leben führen zu können.

Im Oktober 2016 stellte die Initiative "Diabetes und Auge" des DBSV und der DDH-M ein Faltblatt mit Informationen zu Diabetes und Sehverlust zusammen und verteilte 50.000 Stück an Mitglieder der Diabetesberatungsberufe und an Menschen mit Diabetes. Das Faltblatt gab kompakte Informationen zu Prävention von diabetischen Augenerkrankungen und den Möglichkeiten von Rehabilitation nach Sehverlust. Aufgrund der großen Nachfrage entschlossen sich DBSV und DDH-M, die enthaltenen Informationen nun zu erweitern und auf einer Internetseite zu bündeln.


Unter dem Titel "Diabetische Netzhauterkrankungen - Aktiv werden, Möglichkeiten nutzen" gibt die Seite kompakt und laienverständlich Informationen dazu, wie mit Sehverlust und Diabetes weiterhin ein aktives und selbstständiges Leben möglich ist, welche Möglichkeiten für eine Rehabilitation nach Sehverlust es gibt und welche sozialrechtlichen Ansprüche bestehen können. Die Website ist ein Informationsangebot an die Mitglieder der Diabetesberatungsberufe, die Menschen mit Diabetes bei einem Sehverlust betreuen. Betroffene und deren Angehörige können diese Informationen in kompakter und laienverständlicher Form nachlesen und erhalten eine Sammlung von Beratungsangeboten und professionellen Ansprechpartnern zum Thema Sehverlust. Tipps zu einem guten Miteinander von sehenden und sehbehinderten Menschen und ergänzende Informationen zu Ursachen, Vorbeugung und Behandlung von diabetischen Netzhauterkrankungen runden das Angebot ab.


Über die Initiative Diabetes und Auge von DBSV und DDH-M

DBSV und DDH-M haben im Jahr 2014 die Initiative "Diabetes und Auge" gestartet. Ziel ist es, diabetische Netzhauterkrankungen zu vermeiden und Menschen mit Diabetes dazu zu ermutigen, regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Parallel soll die Lebenssituation von Betroffenen, bei denen ein Sehverlust eingetreten ist, verbessert werden. DBSV und DDH-M sind gemeinsam aktiv, um Patienten, Ärzte und Diabetesberaterinnen über die Möglichkeiten einer Rehabilitation nach Sehverlust durch Diabetes aufzuklären. Zudem werden die Hersteller von Medizinprodukten für die Notwendigkeit von barrierefrei bedienbaren Blutzuckermessgeräten etc. sensibilisiert. Die Initiative "Diabetes und Auge" wird unterstützt von Bayer.


Die Informationswebsite "Diabetische Augenerkrankungen - Aktiv werden, Möglichkeiten nutzen" ist unter www.diabetes-und-augen.info zu erreichen. Haben Sie Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge? Johannes Egerer freut sich auf Ihre E-Mail an j.egerer@dbsv.org.



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Blindenführhund gilt als Hilfsmittel


In seiner Entscheidung vom 24.05.2016 hat das Sozialgericht Bremen (24. 05. 2016 - S 4 KR 153/15) festgestellt, dass ein Blindenführhund ein Hilfsmittel zum unmittelbaren Behinderungsausgleich darstellt. Mit dieser Entscheidung befindet sich das SG Bremen im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (vgl. BSG v. 25.02.1981 - 5a/5 RKn 35/78 - BSGE 51, 206-209). Danach ist für die Beurteilung, ob es sich um ein Hilfsmittel zum unmittelbaren Behinderungsausgleich handelt, entscheidend, dass es die beeinträchtigte Funktion ermöglicht, ersetzt oder ergänzt. Da ein Blindenführ-hund die durch die Blindheit erschwerte Orientierungsfähigkeit ausgleicht und damit die erschwerte Möglichkeit der unbehinderten Fortbewegung ermöglicht, betrifft der Blindenführhund unmittelbar die fehlende Sehfähigkeit und nicht erst die Folgen, die aus einer fehlenden Sehfähigkeit resultieren.


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Vermögensgrenzen für Blindenhilfe gestiegen

Am 1. April 2017 ist der Vermögensfreibetrag in der Sozialhilfe angehoben worden. Die Höhe der so genannten kleineren Barbeträge, die bei der Vermögensanrechnung ausgenommen bleiben, ist für leistungsberechtigte Personen von bisher 2.600 auf 5.000 Euro angehoben worden. Auch Ehe- und Lebenspartner, deren Einkommen und Vermögen bei der Gewährung von Sozialhilfe zu berücksichtigen sind, erhalten einen Freibetrag in Höhe von 5.000 Euro. Für Unterhaltsberechtigte, also insbesondere für Kinder von Leistungsberechtigten, erfolgt eine Anhebung auf 500 Euro.


Diese Erhöhung gilt für alle Bezieher von Sozialhilfe. Damit profitieren auch Menschen, die aufstockend zu ihrem Landesblindengeld Blindenhilfe nach § 72 SGB XII erhalten. So beträgt der Schonbetrag bei einem Ehepaar künftig 10.000 Euro. Hat das Paar zwei unterhaltsberechtigte Kinder, steigt der Betrag auf 11.000 Euro.


"Wir begrüßen die Anpassung der Vermögensgrenzen", sagt DBSV-Präsidentin Renate Reymann. "Unserer Ansicht nach gehört die Blindenhilfe aber raus aus der Sozialhilfe. Wir fordern weiterhin, dass für die Blindenhilfe die gleichen Einkommens- und Vermögensgrenzen gelten, wie sie durch das Bundesteilhabegesetz für die Eingliederungshilfe festgelegt wurden."


Redaktion:

Andreas Bethke (V.i.S.d.P.)
Irene Klein
Volker Lenk
Anschrift: 
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) Rungestraße 19
10179 Berlin
Tel.: (030) 28 53 87-0 Fax: (030) 28 53 87-200
E-Mail: info@dbsv.org
www.dbsv.org



Bei mehr als 6 Dioptrien wird die Brille zukünftig von der Kasse gezahlt


Ein schöner Erfolg für die Lobbyarbeit des DBSV - bei mehr als 6 Dioptrien wird die
Brille zukünftig von der Kasse gezahlt! Lesen Sie dazu die folgende DBSV
Pressemitteilung:


Berlin, 16. Februar 2017. Der Bundestag hat einer Forderung des Deutschen Blinden-
und Sehbehindertenverbandes (DBSV) entsprochen und eine gravierende Lücke bei
der Sehhilfenversorgung gesetzlich Krankenversicherter geschlossen. Bei Kurz- und
Weitsichtigkeit werden zukünftig Sehhilfen mit mehr als 6 Dioptrien von der Kasse
gezahlt, bei Hornhautverkrümmung reichen mehr als 4 Dioptrien. Diese Regelung
wurde mit dem heute vom Bundestag verabschiedeten Gesetz zur Stärkung der Heil-
und Hilfsmittelversorgung (HHVG) beschlossen.


Hintergrund: Seit dem Jahr 2003 gilt in Deutschland eine Regelung, nach der
Versicherte ab dem 18. Lebensjahr nur dann Anspruch auf Sehhilfen haben, wenn die


Sehschärfe mit Brille oder Kontaktlinsen maximal 30 Prozent beträgt. Für
diejenigen, die ohne Sehhilfe nahezu blind sind, mit bestmöglicher Korrektur aber
eine Sehschärfe von mehr als 30 Prozent erreichen, heißt das mit anderen Worten:
Die Kasse zahlt nicht. "Es kann nicht sein, dass Menschen mit schweren Sehfehlern
ohne geeignete Sehhilfe bleiben. Die Korrektur der derzeitigen Regelung war
überfällig", sagt DBSV-Präsidentin Renate Reymann.


Gegen den bisherigen Missstand hatte der DBSV in Gesprächen mit der Politik, in
Eingaben und mit einer Stellungnahme (http://tinyurl.com/dbsv-hhvg) protestiert
und im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens Änderungen angemahnt - mit Erfolg.


Redaktion:

Andreas Bethke (V.i.S.d.P.)
Irene Klein
Volker Lenk
Anschrift:
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) Rungestraße 19
10179 Berlin
Tel.: (030) 28 53 87-0 Fax: (030) 28 53 87-200
E-Mail: info@dbsv.org
www.dbsv.org



 



Kostensteigerung bei der Wertmarke ab 2021

Das Beiblatt mit Wertmarke kostet ab dem 1. Januar 2021 dann 91 Euro, bzw. für ein
halbes Jahr 46 Euro. Die ist eine Preissteigerung von 11 Euro gegenüber der
vorherigen Gebühr von 80 Euro. Zuletzt gab es 2016 eine Anpassung
des Eigenanteils von 72 Euro auf 80 Euro.

 

Für schwerbehinderte Menschen, die die Wertmarke bislang kostenfrei erhalten
haben, ändert sich nichts. Kostenfrei erhalten hilflose (mit Merkzeichen H) und blinde
Menschen (Merkzeichen (Bl) die Wertmarke. Außerdem erhalten schwerbehinderte
Menschen die Grundsicherung oder Arbeitslosengeld 2 (Hartz IV) auch mit den
Merkeichen G, aG oder Gl die Wertmarke kostenfrei.


Diese Information ist von:

Marco Bockholt

Gesamtschwerbehindertenvertreter für das Land und die Stadtgemeinde Bremen




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DBSV begrüßt BSG-Urteil zum Blindengeld für schwerstmehrfachbehinderte Menschen

Von: Irene Klein
13.08.2015
Das Bundessozialgericht (BSG) hat am vergangenen Dienstag entschieden, dass auch
Menschen mit schwersten Hirnschädigungen, die nicht sehen können, Anspruch auf
Blindengeld haben. Anders als bisher entschieden, ist es hierfür nicht mehr
erforderlich, dass ihre Beeinträchtigung des Sehvermögens deutlich stärker
ausgeprägt ist als die Beeinträchtigung anderer Sinneswahrnehmungen wie zum
Beispiel des Hörens oder Tastens.

Der heute zehnjährige Kläger erlitt bei seiner Geburt wegen einer Minderversorgung
mit Sauerstoff schwerste Hirnschäden, die unter anderem zu einer schweren
mentalen Retardierung mit Intelligenzminderung geführt haben. Seine
Wahrnehmungsfähigkeit ist im Bereich aller Sinne stark eingeschränkt. So verfügt
der Kläger lediglich über basale visuelle Fähigkeiten, so dass er als gesetzlich blind
gilt.

Die Mutter des Klägers beantragte 2006 für ihren Sohn Blindengeld nach dem
Bayerischen Blindengeldgesetz. Der Freistaat Bayern lehnte den Antrag ab. Zwar
liege beim Kläger eine schwerste Hirnschädigung vor, jedoch sei das Sehvermögen
nicht wesentlich stärker beeinträchtigt als die übrigen Sinne. Dies aber sei nach der
Rechtsprechung des Bundessozialgerichts zur so genannten zerebralen Blindheit
Voraussetzung für die Gewährung von Blindengeld. Das Landessozialgericht
bestätigte diese Entscheidung.

Die obersten deutschen Sozialrichter haben mit dem aktuellen Urteil nun ihre
Rechtsprechung aufgegeben und dem Kläger Blindengeld zugesprochen. Sie sehen
sich hierzu einerseits aus "prozessualen" Gründen veranlasst. Vor allem aber
beziehen sie sich auf den Aspekt der Gleichbehandlung behinderter Menschen vor
dem Gesetz (Grundgesetz Artikel 3). Das BSG kann keinen Grund dafür erkennen,
dass zwar derjenige Blindengeld erhalten soll, der "nur" blind ist, nicht aber
derjenige, bei dem zusätzlich eine mindestens ebenso gravierende Schädigung
anderer Sinnesorgane vorliegt.

"Mit diesem Urteil wird endlich Gerechtigkeit geschaffen. Es ist Schluss damit, dass
es blindengeldrechtlich blinde Menschen erster und zweiter Klasse gibt", erklärt
Christiane Möller, Rechtsreferentin des DBSV. "Mit dem Rückenwind des
Bundessozialgerichts dürften mehrere laufende Verfahren zu einem guten Ende
gebracht und den Betroffenen neue Teilhabemöglichkeiten eröffnet werden. Dass
das BSG seine frühere Rechtsprechung aufgegeben hat, war überfällig und ist sehr
zu begrüßen."
 

Hintergrund Blindengeld
Das Blindengeld ist eine monatliche Unterstützung für blinde Menschen, die
pauschal gewährt wird. Der Nachteilsausgleich wird eingesetzt, um Ausgaben zu
begleichen, die man aufgrund der Behinderung hat, zum Beispiel um eine
Haushaltshilfe zu bezahlen, um Texte in Blindenschrift übertragen oder aufsprechen
zu lassen oder um sich Hilfsmittel anzuschaffen. Die Höhe des Blindengeldes ist je
nach Bundesland sehr unterschiedlich. Der DBSV setzt sich aktuell dafür ein, im
Rahmen des Bundesteilhabegesetzes ein bundeseinheitliches Blindengeld zu
schaffen.


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